Offene Arbeit

Als Antwort auf die veränderten Lebensbedingungen von Familien, in denen die Freiräume der Kinder von selbstorganisiertem und selbstbestimmtem Spiel mehr und mehr verschwinden, haben wir uns für das Konzept der offenen Kindergartenarbeit entschieden.

Unsere Kindergartenkinder lernen ihren Kindergarten als einen Ort kennen, in dem sie sich angenommen fühlen und als eigene Persönlichkeit geschätzt werden. Sie stehen im Mittelpunkt des Geschehens.

Abgesehen von den Stammzeiten (Morgen-/Abschlusskreis, siehe Tagesablauf), die die Kinder in ihren festen Gruppen verbringen, stehen unsere Gruppentüren allen Kindern den Vormittag über offen. Durch die Auflösung der traditionellen Raumstrukturen ist jeder Raum unseres Kindergartens einer bestimmten Funktion zugeordnet (z.B. Rollenspielraum; siehe Räumlichkeiten). Die Kinder entscheiden selbst nach ihren individuellen Interessen und Bedürfnissen, wann und mit wem sie wo spielen möchten.

Zwei Mal wöchentlich werden “Werkstätten“ aus verschiedenen Lernbereichen angeboten, denen sich die Kinder selbstbestimmt zuordnen.

Unsere Aufgabe als Erzieherin in der offenen Arbeit ist es, dem Kind eine Partnerin zu sein. Es ist an uns, das Kind zu motivieren, klare Strukturen und Grenzen zu geben, feste Rituale zu gestalten und das Kind in seiner Entwicklung zu begleiten und aufzufangen. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist außerdem die Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung. Ein weiterer, überaus wichtiger Aspekt ist die Bereitstellung auffordernder Materialien, die zum Experimentieren einladen und die Neugier der Kinder wecken. Die Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes vollkommen zu akzeptieren, ist jedoch das Wichtigste für uns.